Denn die Stiftung sucht junge Forschende, die eine sehr gute Doktor­arbeit geschrieben und Lust darauf haben, einem nicht-wissen­schaftlichen Publikum zu erklären, was sie da eigentlich gemacht haben, in ihrer Forschung. Und zwar in Form eines allgemein verständlichen Artikels oder einer anschaulichen Infografik.

Bewerben können sich alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die 2021 und 2022 in Biologie, Chemie, Informatik, Geo­wissen­schaften, Mathematik, Neuro­wissen­schaften oder Physik eine Doktor­arbeit geschrieben haben. Wer in einem angrenzenden Fach­gebiet promoviert wurde, seine Arbeit aber einem der sieben Bereiche zuordnen kann, darf sich ebenfalls gerne bewerben.

Den Preis gibt es unter dem Namen „KlarText – Klaus Tschira Preis für verständliche Wissen­schaft“ seit den 90er Jahren. Die Klaus Tschira Stiftung hat ihn seitdem stetig weiter­entwickelt. 2017 hat der Preis den Namen „KlarText – Preis für Wissen­schafts­kommunikation“ bekommen. Zum 20. Jubiläum im Jahr 2022 wurde erstmals der Sonderpreis für die beste Infografik vergeben. Ab 2023 wird die Kategorie Infografik jährlich ausgeschrieben.

Mitmachen lohnt sich!

  • Die besten Artikel und die beste Infografik werden mit je 7.500 Euro ausgezeichnet und im Wissens­magazin „KlarText“ veröffentlicht.
  • Die Preisträgerinnen und Preisträger werden in das aktive Alumni-Netzwerk der Klaus Tschira Stiftung aufgenommen.
  • Alle Bewerberinnen und Bewerber, ob prämiert oder nicht, haben die Möglichkeit an einem zweitägigen Workshop „Verständlich Schreiben“ bzw. „Visualisieren“ in Heidelberg oder online teilzunehmen. Durchgeführt wird der Workshop vom Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik). Die Hotelkosten und die Teil­nahmegebühr über­nimmt die Klaus Tschira Stiftung. Im Anschluss können die überarbeiteten KlarText-Beiträge der Bewerber:innen auf dem an SciLogs angegliederten KlarText-Blog veröffentlicht werden.

Der KlarText-Preis wird jährlich ausgeschrieben. Bewerben können sich Forschende, die in den beiden vorangegangenen Jahren promoviert wurden.

Hier finden Sie weitere Teilnahmebedingungen.

Die Auswahl

Die besten Beiträge werden in drei Stufen von einer Jury aus Journalistinnen und Journalisten sowie Forschenden ausgewählt und mit je 7.500 Euro prämiert – in jedem der sieben Fach­gebiete. Falls die Qualität der eingereichten Beiträge dies erfordert, behält sich die Klaus Tschira Stiftung vor, mehrere bzw. keinen Preis pro Fach­gebiet zu vergeben.

Das Jury-Verfahren

Am 28. Februar endet die jährliche Bewerbungs­frist für den KlarText-Preis. Dann heißt es für alle, die einen Artikel eingereicht haben, erst einmal abwarten. Denn bis sie im Spätsommer die Benachrichtigung erreicht, ob sie gewonnen haben, durchlaufen ihre Texte viele Hände:

  • In einem ersten Schritt, der Vor­aus­wahl, sichten Studierende der Deutschen Journalistenschule in München die eingereichten Arbeiten – und empfehlen zwei Drittel der Texte für die nächste Jury-Runde.
  • Die verbliebenen Artikel gehen anschließend in die fachliche Prüfung. Dazu wird jeder Text von zwei renommierten Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftlern aus dem jeweiligen Fach­gebiet gelesen. Ihr Haupt­augen­merk liegt zunächst auf der fachlichen Brillanz. Außerdem prüfen sie, ob es im Beitrag um die eigene Forschungs­leistung geht und nicht etwa allgemeine Prinzipien beschrieben werden.
  • Am Ende bleiben einige Dutzend Beiträge übrig, die von der neunköpfigen Sprach­jury aus Wissen­schaftlerinnen, Wissenschaftlern sowie Medienschaffenden unter die Lupe genommen werden. Diese wählen für jede Kategorie die Beiträge aus, die ihnen am preis­würdigsten erscheinen. Sie geben Rankings ab, diskutieren diese in einer mehr­stündigen Jury­sitzung und küren schließlich die finalen Preisträgerinnen und Preisträger.

 

Die Sprachjury 2022

Prof. Dipl.-Journ. Christina Elmer, Institut für Journalistik, TU Dortmund, Professorin für Digitalen Journalismus / Datenjournalismus

Dr. Robert Fledrich, Universität Leipzig, Institut für Anatomie, Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Emmy Noether Nachwuchsgruppenleiter

Prof. Dr. Roland Herzog, Interdisciplinary Center for Scientific Computing/Universität Heidelberg, Professor für Scientific Computing and Optimization

Dr. Daniel Lingenhöhl, Spektrum der Wissenschaft, Chefredakteur

Prof. Dr. Daniel Müller, ETH Zürich, Professor of Biophysics und Departmentsleiter

Dr. Markus Pössel, Haus der Astronomie, Leiter

Prof. Dr. Markus Rehm, Institut für Naturwissenschaft und Technik, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Professur für Didaktik der Naturwissenschaften

Prof. Dr. Wolfgang Reichel, Institut für Analysis, Karlsruher Institut für Technologie, Universitätsprofessor

Dr. Ulrike Wittig, Heidelberger Institut für Theoretische Studien, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

 

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